Berichte über die Gruppe
Pressespiegel zur Gruppe


 
 
 
 
 
 
Grußwort beim 50. VHS-Jubiläum
Offizielle Feierstunde am 23.10.1997 in der Ditmarsia
 
  Auch die Meldorfer Theatergruppe hat Grund zum Feiern: Nicht 50, aber immerhin 15 Jahre sind seit ihrer Gründung vergangen und seit 5 Jahren residiert sie in der schönen Ditmarsia. Mehr als 40 Stücke hat sie bisher auf die Beretter gebracht. Grund genug, ein paar Worte über die Gruppe zu sagen und vor allem Anlaß, im Namen der Theatergruppe Dank zu sagen an alle, die uns geholfen haben.

Aber warum gerade im Rahmen dieses VHS-Jubiläums? Die Meldorfer Theatergruppe, meine Damen und Herren, ist eine Arbeitsgemeinschaft der Volkshochschule. Jede Inzenierung, oder jedes Projekt, wie wir es nennen, ist ein Volkshochschulkurs. Die Probenabende werden als normale Unterrichtsstunden verbucht und gehen in die Jahresstatistik der VHS ein. Der Unterschied zu den anderen VHS-Kursen ist finanzieller Art: Die Kursleiter (wir nennen sie Projektgruppenleiter oder Regisseure) bekommen kein Honorar, sondern arbeiten komplett ehrenamtlich. Andererseits bezahlen die Kursteilnehmer keine Kursgebühren. Dafür verpflichten sie sich zu Beirägen in Form von Arbeitseinsätzen, die im Theaterbetrieb in beträchtlicher Zahl anfallen. Die Regisseure, die übrigens in ihrer Mehrheit Regisseurinnen sind, stellen also das Rückgrat der Theatergruppe dar. Ihnen möchte ich im Namen der Kursteilnehmer, zu denenen ich gehöre, an erster Stelle unseren Dank und unsere Anerkennung aussprechen.

Die Meldorfer Theatergruppe macht aber nicht nur Eigenproduktionen, sondern sie organisiert auch jährlich mehrere Gastspiele anderer Amateurgruppen in der Ditmarsia. Zweimal schon war die Ditmarsia sogar Schauplatz eines landesweits beachteten Amateurtheater-Festivals, der sogenannten "Meldorfer Theatertage". Im Herbst 1998 sollen die Theatertage ein weiteres mal stattfinden. Auch diese Arbeit geschieht ehrenamtlich. Auf solche Weise leistet die VHS mit Hilfe der Theatergruppe einen Beitrag zum Kulturleben der Stadt, der in dieser Intensität mit dem hauptamtlichen Personal allein nicht möglich wäre.

Aber ohne die hauptamtliche VHS-Mannschaft natürlich auch nicht. Daher wollen wir der Volkshochschule heute nicht nur zu ihrem Jubiläum gratulieren, sondern uns auch bedanken für die harmonische und unbürokratische Zusammenarbeit und für die Geduld mit den oft nicht einfachen Theaterleuten.

Ebenso haben wir der Familienbildungsstätte und der Dithmarscher Musikschule dafür zu danken, daß wir nun schon seit fünf Jahren unter dem Dach der Ditmarsia friedlich koexistieren. Und nicht nur das: Beide Einrichtungen haben uns auch immer wieder nachbarschaftlich unterstützt, etwa wenn wir bei ausverkauftem Haus zusätzliche Stühle brauchten, oder wenn für eine Aufführung ein Klavier benötigt wurde. Auch ihnen also herzlichen Dank!

Mit der Stadt Meldorf verbindet uns eine bemerkenswerte Vereinbarung über die Nutzung der Ditmarsia. Wir dürfen Saal und Bühnenhaus für den Prbenbetrieb kostenlos nutzen. Darüber hinaus brauchen wir für die ersten sechs Aufführungen im Jahr keine Miete, sondern nur die Nebenkosten für Heizung, Strom und Wasser bezahlen. Erst von der siebsten Aufführung an werden wir als normale Mieter behandelt. Im ganzen kommen wir übrigens im Jahr auf 25-30 Aufführungen. Als Gegenleistung haben wir uns verpflichtet, die erwirtschafteten Überschüsse für die Unterhaltung und Weiterentwicklung der Ditmarsia zu verwenden, sowie auch hier ehrenamtliche Arbeitsleitung einzubringen. Auf diese Weise hat die Ditmarsia im Laufe der vergangenen fünf Jahre unter anderem eine Bühnentechnik bekommen, die durchaus auch professionellen Ansprüchen genügt. Wir werden uns auch künftig alle Mühe geben, Saal und Bühnenhaus in einem guten Zustand zu bewahren und mitzuhelfen, die Unterhaltungskosten für die Stadt gering zu halten.

Wir danken den Kommunalpolitikern dafür, in der Vergangenheit zwei weise Entscheidungen getroffen zu haben: Erstens die Entscheidung, die Ditmarsia vor dem Untergang zu retten. Und zweitens die Entscheidung, mit der Theatergruppe eine so intelligente Vereinbarung zu treffen. Damit hat die Satdt die Bedingungen dafür geschaffen, daß in diesem Haus heute eine lebhafter Kulturbetrieb herrscht und daß Meldorf ein neues zusätzliches Image bekommen hat, nämlcih ein Image, eine hervorragende Spiel- und Begegnungsstätte für das Amateurtheater zu sein.

Und natürlich danken wir der Stadtverwaltung, insbesondere Herrn Bürgermeister Thiessen, aber auch den Mitarbeitern des Bauamtes, dem Hausmeister, dem Stadtelektriker und den Raumpflegerinnen. Sie alle sorgen dafür, daß die von mir gerühmte Vereinbarung zwischen Stadt und Theatergruppe auch praktisch so gut funktioniert.

Zu danken haben wir ferner den Sponsoren und den fördernden Mitgliedern, die uns helfen, auch Veranstaltungen zu wagen, bei dennen nicht mit einem Überschuß zu rechnen ist. Das gilt für manches Gastspiel und besonders für die Meldorfer Theatertage, die wir gern alle zwei Jahre durchführen möchten. Herzlichen Dank also auch ihnen!

Last but not least danken wir unseren Zuschauern, besonders den treuen Stammgästen, ohne die wir Theaterleute ziemlich lächerlich dastünden. Bleiben Sie uns auch künftig gewogen. Und damit habe ich den Übergang zu drei kurzen Ankündigungen:

Erste Ankündigung:
Die städtische Veranstaltung zum Volkstrauertag wird in Meldorf seit einigen Jahren im Wechsel von einer Schule, einem Verein oder einer anderen Institution gestaltet. Im letzten Jahr war es die Gelehrtenschule, in diesem Jahr wird es die Meldorfer Theatergruppe sein. Geplant ist ein Programm, das sich um Schuld und Verantwortung dreht. Im Mittelpunkt wird das kurze Drama "Die Frauen von Kalatas" stehen, das die Gruppe vor vielen Jahren schon einmal im Meldorfer Dom aufgeführt hat.
Termin ist Sonntag, 16. November um 17 Uhr hier in der Ditmarsia. Der Eintritt ist natürlich frei. Die Theatergruppe würde sich freuen, wenn Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren, an dieser Veranstaltung teilnehmen würden.

Zweite Ankündigung:
Am 28. November ist Premiere für "Hexenlied", ein mythisches Märchen für Kinder, von Angelika Bartram. Sieben weitere Aufführungen werden folgen, die alle heute schon weitgehend ausverkaft sind.

Dritte und letzte Ankündigung:
Am 12. Dezember ist das VHS-Theater Heide mit der Komödie "Ein Mann mit Köpfchen" zu Gast in der Ditmarsia. Das VHS-Theater Heide ist eine junge, sehr engagierte Amateurgruppe, die mit uns zusammen im Landesverband der Amateurtheater Schleswig-Holstein organiersiert ist. Die Gruppe ist seit vielen Jahren regelmäßig unserer gerngesehener Gast. Neulich stand in der Dithmarscher Landeszeitung, daß es geschichtlich bedingt zwischen Heider und Meldorfer Bürgern auch heute noch manche Rivalitäten und Eifersüchteleien gibt. Mir fehlt der Überblick, um diese Meldung allgemein beurteilen zu können. Aber soviel läßt sich immerhin sagen: Die beiden Theatergruppen können damit nicht gemeint sein.
Eintrittskarten für die Verantsaltungen der Meldorfer Theaterguppe, egal ob Eigenproduktuionen oder Gastspiele, erhalten Sie übrigens stets beim Schuh- und Sporthaus Carstensen, hier schräg gegenüber in der Süderstraße.

Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

Uwe Peters
 
Rede anlässlich der offizielle Feierstunde zum 50. Jubiläum der Volkshochschule Meldorf am Do, 23.10.1997 in der Ditmarsia, Meldorf

zur Homepage der Volkshochschule Meldorf

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