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| 15 Jahre Meldorfer Theatergruppe |
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Die Meldorfer
Theatergruppe hat Grund zum Feiern: 15 Jahre sind seit ihrer Gründung
vergangen, seit fünf Jahren residiert sie in der schönen
Ditmarsia. Mehr als 40 Stücke hat sie bisher auf die Bretter
gebracht. Die Zahl der Aufführungen oder gar der Zuschauer hat
in den Anfangsjahren leider niemand ausgeschrieben. Zudem hat die
Meldorfer Theatergruppe viele andere Amateurgruppen zu Gastspielen
in die Ditmarsia geholt und ist selbst auch oft auf Gastspielreise
gegangen. Die abgelaufene Spielzeit 1996/97 war wieder besonders produktiv,
mit Meldorfer Theatertagen, mit dem Ritter-Schauer-Drama
"Blut und Liebe", dem Kinderstück "Eine Woche voller
Samstagen" und mit dem "Biberpelz" in der plattdeutschen
Fassung von Max Friedrich Jensen. Nicht nur die "Künstler",
auch die Techniker der Meldorfer Theatergruppe waren in der vergangenen
Saison sehr produktiv: Die Bühnenlichtanlage der Ditmarsia wurde
grundüberholt und wesentlich erweitert. Sie besteht jetzt aus
37 Scheinwerfer (mit zusammen 20 Kilowatt Anschluáleistung) und einer
voll digitalisierten Steuerung mit 24 Kanälen. Damit wird noch
mehr Bühnenzauber möglich sein als bisher, worüber
sich besonders die Kinderstück-Akteure freuen. Weitere Verbesserungen
sind ein neuer Technikplatz an der Saalrückwand, eine TV-Monitoranlage
auf der Nebenbühne und ein kleiner Küchenblock unter der
Bühne. Alles ist eigenfinanziert, städtische Mittel wurden
nicht in Anspruch genommen.
Inzwischen hat die neue Saison begonnen. Zum Auftakt waren die Meldorfer
mit "Blut und Liebe" zu Gast bei den traditionsreichen Theatertagen
in Wedel. Nach "Der wahre Kommissar Hound" und "Lysistrata"
war dies schon der dritte Beitrag, den die Meldorfer Theatergruppe
unter den Augen des kritischen Fachpublikums in Wedel leisten durften,
eine groáe Ehre! Eine Woche später wurde das Stück dann
noch einmal in der Ditmarsia aufgeführt, wobei Ehemalige der
Gelehrtenschule, die "Blut und Liebe" vor vielen Jahren unter
der persönlichen Leitung von Martin Luserke einstudiert und aufgeführt
hatten, besonders interessierte Zuschauer waren. Am 21. September
um 17 Uhr kommt "De Düvelsblitz" in die Ditmarsia. Es
ist gelungen, die renommierte niederdeutsche Bühne Preetz nach
Meldorf zu holen. Karl-Heinz Langer, der Leiter dieser Bühne,
hat sich mit seinem plattdeutschen Lesungen (zum Beispiel einem wunderschönen
Theodor-Storm-Programm) in Schleswig-Holstein einen Namen gemacht.
Auch in der Ditmarsia war er schon auf Einladung der Volkshochschule
zu hören und hat sein Publikum begeistert. "De Düvelsblitz"
verspricht ein heiterer und niveauvoller Theaternachmittag zu werden.
Die städtische Veranstaltung zum Volkstrauertag wird im Meldorf
seit einigen Jahren im Wechsel von einer Schule, einem Verein oder
einer anderen Institutionen gestaltet. Im letzten Jahr war es die
Gelehrtenschule, in diesem Jahr wird es die Meldorfer Theatergruppe
sein. Geplant ist ein Programm, das sich um Schuld und Verantwortung
dreht. Im Mittelpunkt wird das kurze Drama "Die Frauen von Kalatas"
stehen, daß die Gruppe vor vielen Jahren schon einmal im Meldorfer
Dom aufgeführt hat. Termin ist Sonntag, 16. November um 17 Uhr
in der Ditmarsia. Der Eintritt ist natürlich frei. Die Theatergruppe
würde sich freuen, wenn viele Leser des Lotsen an dieser Veranstaltung
teilnehmen würden.
Am 28. November ist Premiere für "Hexenlied", ein mytisches
Märchen für Kinder, von Angelika Bartram (Regie Annelie
Anhut). Am 12. Dezember ist das VHS-Theater Heide mit der Komödie
"Ein Mann mit Köpfchen" zu Gast in der Ditmarsia. Und
schließlich am 6. März nächsten Jahres wird "Lady
Windermeres Fächer" Premiere haben, eine Komödie von
Oskar Wilde (Regie Susan Claussen). Auch für die Spielzeit 1998/99
gibt es schon konkrete Pläne. Aber davon soll heute noch nichts
verraten werden.
Uwe Peters |
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Der Lotse vom
September 1997, Seite 13 |
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