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Gastspiel
der Schulmeisterbühne
am 24. Mai 2008
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| Das Leben ist voller Überraschungen |
| Schulmeisterbühne mit Mördergesellschaft zu Gast in der Ditmarsia |
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Meldorf (jh) „Ich möchte Sie bitten, von dem, was Sie hier sehen, nichts nachzumachen“, mahnte Sabine Schiewek, Leiterin der Meldorfer Theatergruppe, die knapp 60 Zuschauer der von der Schulmeisterbühne aufgeführten „Mördergesellschaft“ in der Ditmarsia. Keine unbegründete Warnung, denn auf der Bühne gab es am Ende keinen einzigen Überlebenden...
Dabei sollte es in der Kriminal-Groteske von Robert Thomas durch die von Baron Adrien (Helmuth Zurbrüggen), Caféhausbesitzer Pitard (Jan Schnaase) und Redakteur Barbize (Matthias Valkema) gegründete Mördergesellschaft eigentlich nur drei Tote geben, und zwar die Frauen, von denen diese Männer getriezt und gedemütigt wurden: die von politischem Ehrgeiz getriebene Baronin Thérèse (Maren Wendt), die von einer Karriere als Revuegirl träumende Chantal (Solveig Trimpler) und schließlich Hélène (Beate Lohse-Hermanussen), die sauertöpfische Schwester Pitards.
Die Versuche, sich dabei gegenseitig zu helfen und dem jeweils Hauptverdächtigen mit Hilfe des Zimmermädchens Nénette (Helga Schnaase) und des Polizeihauptmanns Colombani (Klaus Schnaase) gleichzeitig ein Alibi zu verschaffen, scheitern jedoch kläglich und – bei aller Verwerflichkeit der mörderischen Pläne – unwiderstehlich komisch. Zum Beispiel, wenn das Messer im Korsett des Opfers stecken bleibt, der Mörder von seinem Opfer verführt wird, eine zwischenzeitliche Versöhnung oder ein geplatztes Alibi die Fortsetzung der Tat im letzten Moment vereitelt, die falsche Person durch einen Gewehrschuss getroffen wird, vermeintlich Tote plötzlich wieder aufstehen oder glückliche Überlebende mit vergiftetem Portwein darauf anstoßen...
Das spritzige Stück, hervorragend besetzt und von den Mitgliedern der schleswig-holsteinischen Schulmeisterbühne, eines seit 48 Jahren bestehenden Amateur-Tournee-Theaters, überaus engagiert und überzeugend aufgeführt, wurde dem Ziel des damaligen Gründers Prof. Dr. Hermann Kölln, „Spaß am Spiel für alle und das Bestreben, im besten Sinne unterhaltendes Theater zu bieten“ mehr als gerecht und vom begeisterten Publikum mit vielen Lach-Tränen und Applaus belohnt. |
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Dithmarscher
Landeszeitung vom 27. Mai 2008 (Mo) |
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