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Meldorf - Eine gelungene Premiere feierte am Wochenende die Meldorfer Theatergruppe mit ihrem Familienmusical Peter Pan.
Während der Aufführung hätte man in der Ditmarsia eine Stecknadel fallen hören können. Am Ende gab es Bravo-Rufe, tosenden Applaus und stehende Ovationen. Mit der Premiere von „Peter Pan" unter der bewährten Regie von Annelie Anhut gelang der Meldorfer Theatergruppe ein fulminanter Auftakt. Sechs weitere Vorstellungen folgen.
Von Anfang an zogen Sabine Schiewek als jungenhafter Peter Pan, Christoph Boger als böser und bemitleidenswerter Captain Hook sowie Julius Beeck als cleverer Smee, das Publikum in ihren Bann. Wie Profis verschmolzen sie mit ihren Rollen, hatten offensichtlich viel Freude am Spielen und scheuten sich nicht vor akrobatischen Einlagen und — dank intensivem Training mit Hilke Ley — gesanglichen Herausforderungen, die sie bravourös meisterten.
Dadurch gelang es nicht nur die Bühnenkinder Wendy, Michael und John (Christine Grothues, Kersti Götzke und Justus Reisenbüchler) mit auf die Reise ins Traumland zu nehmen, sondern auch die Kinder, Jugendlichen, Lehrer, Eltern und Großeltern aus dem Publikum dorthin zu entführen. Einmal mitten unter seinen Traumhelden sein, mit Feen, Indianern, Piraten oder „verlorenen Jungs" lachen, weinen, Abenteuer erleben — dieser Wunsch ging für alle Beteiligten für zweieinhalb Stunden in Erfüllung.
Neben aller kindlichen Abenteuerlust kommen aber auch Gefühle in dem spannungsreichen Musical nicht zu kurz, unter anderem verkörpert durch eine eifersüchtige Fee (Heike Bergsieker), einen ängstlichen Indianer (Dagmar von Drathen), einen stotternden Piraten (Nora Lorenz), den im Grunde seines Herzens sehr einsamen Captain Hook und die von Heimweh und Sehnsucht nach den Eltern geplagte Wendy. Denn, so wichtig und notwendig Träume auch sein mögen, darin leben kann man auf Dauer nicht, resümiert die von Christine Grothues bezaubernd gespielte Wendy am Schluss: „nach Nimmerland kann ich immer wieder reisen, aber nicht nach Hause."
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