Dreigroschenoper
Vorbericht zum Stück


 
 
 
 
 
 
Ambitionierte Inszenierung der Meldorfer Theatergruppe

"Dreigroschenoper" von Brecht/Weill in der Ditmarsia
 
  (alp) "Sie werden heute abend eine Oper für Bettler sehen. Weil diese Oper so prunkvoll gedacht war, wie nur Bettler sie erträumen, und weil sie doch so billig sein soll, dass Bettler sie bezahlen können, heißt sie 'Die Dreigroschenoper'" Das lässt Bertolt Brecht zum Auftakt der Vorstellung verkünden.

Seit einem Dreivierteljahr proben Sebastian Günther und Susan Claussen mit zahlreichen Mitgliedern der Meldorfer Theatergruppe diese "Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht und Kurt Weill. Es ist das bisher ehrgeizigste Projekt der Amateurgruppe.  Sebastian Günther ist für den musikalischen, Susan Claussen für den schauspielerischen Part zuständig. "Wir ergänzen uns hervorragend", sagt die erfahrene Regisseurin, die als Spelunkenjenny auch selbst auf der Bühne stehen wird.

Sebastian Günther sitzt am Klavier und übt mit den Darstellern die bekannten Songs von Kurt Weill ein, die wie Ohrwürmer klingen, aber schwierig zu singen sind. Mit Maike Busch als Polly Peachum und Christoph Boger als Macheath (Macky Messer) hat er dabei Sänger mit Erfahrung, aber auch Kay Wengoborski als Interpret der Moritat "Und der Haifisch, der hat Zähne" und Sabine Schiewek als Mrs. Peachum bringen einige Übung mit. Andere Theatergruppenmitglieder betreten mit dem Gesang Neuland. Sebastian Günther ist dabei ein unerbittlicher Lehrer. "Aber das wird was, da bin ich ganz zuversichtlich", sagt Susan Claussen.

Auch mehrere Neulinge werden auf der Bühne stehen, so Franzisca Thums, Anett Buttgereit-Maltzahn und Maria Manowski, die ihren Einstieg mit den Rollen als Huren wagen. Außer den Genannten spielen mit Axel Staudte (Peachum), Peter von Drathen (Polizeichef Brown), Ilka Grunewald (Lucy) sowie Jens Utermark, Dagmar von Drathen, Sven Methner, Steffen Zabel und  Gaby Bufe, alle in Mehrfachrollen.

Die Ausstattung ist so sparsam wie möglich. Ein Baugerüst beherrscht die Bühne, ein eisernes Bettgestell findet nicht nur als Ruhestätte, sondern auch als Gefängnisgitter Verwendung. Noch laufen die Proben weitgehend ohne Kostüme, der eine oder andere sieht auch noch in sein Textbuch. Aber bis zur Premiere am Sonntag, 14. Februar, stehen ja noch zahlreiche Proben im Terminkalender der Darsteller!
 
Dithmarscher Landeszeitung 02. Feb. 2010 (AP)


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