Der Zauberer von Oz
Pressebericht zum Stück


 
 
 
 
 
 
Es ist nirgends schöner als zu Hause
Der Zauberer von Oz zog Zuschauer in den Bann – Fantasievolles Musical
 
  Von Johanna Hell
Meldorf – Welches Kind würde sich in der kleinen Dorothy nicht wiedererkennen: Da die Erwachsenen ihre eigenen Sorgen haben und keiner richtig zuhört, träumt sie von einem Land, in dem es keinen Kummer gibt. Dafür trifft sie dort auf liebenswerte Wegbegleitern, aber auch auf Zauberer und Hexen. Dorothy gelangt schließlich zu der Erkenntnis: „Es ist nirgends schöner als zu Hause“.
Dieser wunderbare Stoff des amerikanischen Schriftstellers Lyman Frank Baum, der bereits im Jahr 1939 mit dem Filmmusical mit Judy Garland für Furore sorgte, ist Grundlage der Aufführung des „Zauberer von Oz“, mit dem die „Meldorfer Theatergruppe“ unter der Regie von Susan Claussen das Premierenpublikum in der voll besetzten Ditmarsia von Anfang bis zum Ende in ihren Bann zog.
Die erwartungsvolle Stimmung, als Sebastian Günther am Flügel die ersten Töne spielte, hielt nicht lange an. Sie wich schnell den ersten Lachern, als Hündchen „Toto“ auf die Bühne flog, ging dann über in wehmütiges Erschauern, als Dorothy – hinreißend gespielt von Christine Grothues – das Lied „überm Regenbogen“, aus dem amerikanischen bekannt als „Somewhere over the rainbow“, sang und mündete in einen gehörigen Schrecken über einen furchtbaren Bühnensturm. Dieses Wechselbad der Gefühle setzte sich bei Dotrothy’s Reise im Land „Oz“ fort, was vor allem mit der hervorragenden Besetzung der Rollen zu tun hatte, sei es die sanfte Hexe (Ilka Grunewald), ihre boshafte Gegenspielerin (Maike Busch), die „hirnlose“ Vogelscheuche (Peter von Drathen), der „herzlose“ Blechmann (Jens Utermark) oder der „unmutige“, aber sehr lustige Löwe (Kay Wengoborski).
Auch die Gesangseinlagen, witzige Dialoge sowie Spezialeffekte der Licht- und Tontechnik trugen dazu bei, dass das begeisterte Publikum viele Szenen mit spontanem Applaus begleitete und der Spannungsbogen nicht abriss.
Anneliese Grothe aus Frestedt besuchte die Premiere mit ihren Enkeltöchtern Svea und Tabea und fand es „fantastisch, unheimlich gut gemacht und sehr überzeugend.“ Auch Frederik Wollatz, Paul Voigt und Jonas Loitz fanden das Stück „ganz witzig“. Ulrike und Uwe Mattern hatten sich vorher extra noch mal den Film angesehen, „damit Melissa und Katrina wussten, was auf sie zukommt.“ Auch sie waren von der Umsetzung begeistert.
Aber auch für Erwachsene hatte das Stück seinen Reiz, da man auf fantasievolle Art und Weise an die eigene Kindheit mit ihren Sehnsüchten, Ängsten und Träumen erinnert wird und jeder, sei es im Kindes- oder Erwachsenenalter schon einmal die gleiche Erfahrung wie Dorothy gemacht hat: „wenn ich an mich glaube, dann kann ich das.“
 
Dithmarscher Landeszeitung 17. Feb. 2009 (JH)


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