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| Letzter Schliff am „Zauberer von Oz“ |
| Meldorfer Theatergruppe fiebert der Premiere am Sonntag entgegen |
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Von Anneliese Peters
Die Meldorfer Theatergruppe hat sich an ein ehrgeiziges Projekt herangetraut: Seit vergangenem Sommer probt sie das Musical „Der Zauberer von Oz“, ein Theaterstück mit viel Musik, das auf dem gleichnamigen Kinderbuch von L. Frank Baum beruht und dessen Lieder von Harold Arlen und E. Y. Harburg geschrieben wurden. Die letzten Proben in der Ditmarsia laufen auf Hochtouren. Am kommenden Sonntag um 17 Uhr ist Premiere.
Noch gibt es manche Wünsche, sowohl seitens der Darsteller als auch der Regisseurin Susan Claussen: Der Blechmann Jens Utermark braucht für seinen Hut ein Gummiband, die Hauptperson Dorothy, gespielt von Christine Grothues, findet ihr Kleid zu lang, dem Löwen Kay Wengoborski fallen dauernd die Zotteln seiner Perücke ins Gesicht – aber das sind Kleinigkeiten, das bekommt man leicht in den Griff.
Die Regisseurin behält die Ruhe, auch wenn der Gesang mitunter allzu zaghaft einsetzt. „Warum könnt ihr nicht am Anfang so gut sein wie am Ende!?“, fragt sie, und schon intoniert Sebastian Günther am Klavier aufs Neue und auf der Bühne erklingt mit viel mehr Schwung das Lied „So lachen wir den ganzen Tag in dem lustigen Land von Oz“. Kay Wengoborski braucht keine Aufforderung, kräftiger zu singen. Mit seinem Löwen-Lied „Wär’ ich der König im Walde“ erreicht er die Zuhörer in der hintersten Reihe.
Immer wieder verlangt Susan Claussen minimale Änderungen bei der Position einzelner Darsteller auf der Bühne. „Es geht um die letzten drei Prozent der Zuschauer, die müssen dich auch sehen können!“, ruft sie. Erbarmungslos lässt sie die eine oder andere Szene mehrere Male wiederholen: „Das sah richtig bescheuert aus, könnt ihr das noch mal machen?“ – eine rein rhetorische Frage. Während dessen werden auf den Bühnenhorizont verschiedene Bilder und Zeichnungen projiziert: die Weite von Dorothys Heimat Kansas oder das unheimliche Schloss der Hexe. Das Stück erfordert viel Technik, seien es Ton, Licht oder Spezialeffekte. Außerdem verlangt es von fast allen Darstellern, dass sie in verschiedene Rollen schlüpfen.
Bis zur Premiere ist noch viel zu tun. Aber man kann erkennen: Wenn am Sonntag die Musik einsetzt und Dorothy die Bühne betritt und nach ihrem Hündchen Toto ruft, erwartet die Zuschauer eine ganz besondere Produktion der Meldorfer Theatergruppe.
Besetzung – Termine – Vorverkauf
Das Musical wird in der folgenden Besetzung aufgeführt:
Dorothy Gale – Christine Grothues; Tanta Emily/später die Gute Hexe des Nordens – Ilka Grundewald; Onkel Henry/ später der Wächter – Sven Methner; Zeke/später der Löwe – Kay Wengoborski; Hickory/später die Vogelscheuche – Peter von Drathen: Hunk/später der Blechmann – Jens Utermark; Miss Almira Gulch/später die Böse Hexe des Westens – Maike Busch; Professor Marvel/später der Zauberer von Oz – Axel Staudte; Bewohner von Oz, Krähen und Bäume – Gabriele Bufe, Wiebke Claußen und Sascha Meyer.
Die Aufführungstermine, jeweils ab 17 Uhr in der Ditmarsia sind Sonntag, 15. Februar, Mittwoch, 18. Februar, Freitag, 20. Februar, Sonnabend, 21. Februar, Sonntag, 22. Februar, Freitag, 27. Februar, und Sonnabend, 28. Februar.
Karten im Vorverkauf gibt es wie immer im Schuh- und Sporthaus Carstensen an der Süderstraße und im Tourist- und Service-Center, Nordermarkt 10.
Soweit vorhanden, hält die Meldorfer Theatergruppe auch an der Abendkasse noch Eintrittskarten bereit. |
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Dithmarscher
Landeszeitung 10. Feb. 2009 (AP) |
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