Theodor Storm
Lesung zur Dänischen Woche


 
 
 
 
 
 
Liebevoll und respektlos
Theatergruppe erhellt Storms Verhältnis zu seinen Frauen
 
  Meldorf (alp) Im Rahmen der Dänischen Woche haben Mitglieder der Meldorfer Theatergruppe unter dem Titel „...könnt ich jetzt süßes Nichtsthun in deinen Armen feyern“ Texte, Briefe und Gedichte gelesen, die sich alle mit dem Thema „Storm und seine Frauen“ beschäftigten. Die Gäste, die sich in den Räumen des Möbelhauses Rommel eingefunden hatten, erlebten sowohl den Dichter Theodor Storm, der wunderbare Gedichte auf die Frauen, die er liebte, geschrieben hat, als auch den Ehemann und Liebhaber Storm, der wenig Rücksicht auf die Gefühle oder das Befinden jener Frauen nahm, denen er seine Lyrik oder seine Novellen widmete.
Die Brautbriefe, die Storm seiner ersten Frau Constanze schrieb, legen dafür ein ebenso beredtes Zeugnis ab wie jene schriftlichen Berichte, die er Freunden über seine zweite Frau Dorothea schickte. „Es gibt ja nichts Verblühteres als eine verblühte Blondine“, äußerte er sich darin respektlos über die Frau, die Mutterstelle an seinen sieben Kindern vertreten sollte. Das gewohnte Bild, das sich seine Leser von Theodor Storm machen, bekam dabei den einen oder anderen Kratzer.
Die Lesung wurde durch eine Dia-Show unterstützt, die nicht nur „Storm und seine Frauen“ im Bild zeigte, sondern mit Fotos der Wohnhäuser und Schriftbildern aus Storms und Constanzes Briefen das Gelesene illustrierte.
Durch die Lesung leitete Uwe Peters. Den Gedichten und Aussagen Theodor Storms verliehen Ausdruck Christine Grothues, Aspasia Pohlmeyer und Axel Staudte.
Drei exzellente Schülerinnen der Dithmarscher Musikschule, Sophie Herr, Violoncello, Antje Peters, Geige, und Lena Schulz, Querflöte, sorgten für die musikalische Umrahmung. Sie spielten Sätze aus Franz Joseph Haydns „Londoner Trios“."
 
Dithmarscher Landeszeitung 2. März 2007 (DI)


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