Am Samstag kommt das Sams zurück
Pressespiegel zum Stück


 
 
 
 
 
 
Die Herzen der Kinder erobert
Theater in Meldorf: Der elfjährige Paul Grothues begeistert als Sams
 
  Von Anneliese Peters

Meldorf – "Guten Tag, ich bin das Sams, ich esse keinen Pamps" – mit Liedern wie diesem, vorlautem Benehmen und kessen Sprüchen sang und spielte sich der elfjährige Paul Grothues in der Rolle des rothaarigen Sams am Wochenende im Laufe von fünf Vorstellungen in die Herzen von fast tausend Kindern und Erwachsenen.

Unter der Regie von Annelie Anhut hatte die Meldorfer Theatergruppe das Stück von Paul Maar einstudiert und brachte es mit viel Musik und hinreißenden Darstellern auf die Bühne der Ditmarsia.

Mareile Ehlers ist die Erzählerin, die singend, musizierend und erklärend den Handlungsstrang begleitet. Die Rolle des überaus korrekten, etwas umständlichen Herrn Taschenbier hat Kay Wengoborski übernommen, seine zänkische Wirtin spielt Birgit Heinrich, den Freund Mon Bernd Tiessen.

Nicht sichtbar, aber außerordentlich gut hörbar: Christine Grothues als Stimme des Papageis "Herr Kules". Auch die übrigen Rollen sind überzeugend besetzt; manch einer der Darsteller muss in zwei oder gar drei verschiedene Kostüme schlüpfen: Bernd Heinrich ist sowohl der Herr Lürcher, der Großwildjäger und ein Herr im Restaurant; Christa Grawe ist Elvira, die Frau des Großwildjägers, und die Frau Senatorin im Restaurant; Sascha Meyer spielt ebenso wie Lisa Decker einen Polizisten, Carsten Decker den Oberkellner und die 9-jährige Marie Gietzelt ist ein frecher kleiner Affe.

Die jungen Zuschauer gingen vom ersten Augenblick an begeistert mit. Die Grundschüler, die klassenweise mit ihren Lehrern nicht nur aus Meldorf, sondern auch aus Hemmingstedt, Elpersbüttel, Burg, Heide und anderen Orten kamen, hatten die Geschichte vom „Sams“ im Unterricht gelesen und wussten, worum es ging. Manche von ihnen hatten sich schon zu Hause blaue Wunschpunkte und eine rote Rüsselnase ins Gesicht gemalt, um dem Sams ein bisschen ähnlich zu sehen. Neben der Drehbühne, die ständig im Einsatz ist und die die Kinder außerordentlich fasziniert, ist die von Karsten Beeck gebaute „Wunschmaschine“ die große Attraktion in dem Stück. Wie sie funktioniert und was mit ihr zum Schluss geschieht, wird aber nicht verraten.
 
Dithmarscher Landeszeitung 04. Dezember 2006 (MO)


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