Xenia vom Noxilla
Pressespiegel zum Stück


 
 
 
 
 
 
Notlandung ein Volltreffer
Kinderstück der Meldorfer Theatergruppe begeistert das junge Publikum
 
  Meldorf (knh) Da muss sich Harry Potter ganz gewaltig anstrengen, um in Meldorf momentan ein Bein auf den Boden zu kriegen. Sicher hat der neue Film über den Zauberlehrling, der auch in der Domstadt über die Leinwand flimmert, sein Publikum. Doch der wahre Renner in der Vorweihnachtszeit läuft nur wenige Meter neben dem Kino in der Ditmarsia. Dort begeistert die Meldorfer Theatergruppe mit ihrem Kinderstück „Xenia vom Noxilla“.

Vor ausverkauftem Haus gaben die Laiendarsteller am Wochenende die ersten drei Vorstellungen des intergalaktischen Abenteuers aus der Feder von Christina Stenger.

Freudige Erwartung und aufgeregtes Treiben herrschte unter den rund 190 Premierenzuschauern, von denen die meisten kaum die zweite Hand brauchen, um ihr Alter anzuzeigen. Und schon mit der ersten Szene, in der Uwe Peters als herrlich schusseliger Sternenforscher Professor Naddel das Publikum als vermeintliche Forscherkollegen begrüßt, waren die Kinder gebannt. Jede Frage, die Peters in den Raum stellte, wurde prompt beantwortet. Und jede Verwirrtheit des Professors sorgte für lautstarkes Lachen, Kichern und Glucksen.

Geschickt leitete der Professor mit Unterstützung seiner Assistentin Hermine, treffend dargestellt von Gesche Utermark-Koch, dann zum Stück über. Dies dreht sich um das Sternenmädchen Xenia, das aufgrund von Treibstoffmangel mit ihrer fliegenden Untertasse auf der Erde notlanden muss. Bis zu ihrem ersten Auftritt dauert es aber ein wenig.

Erst einmal wird den Kindern die Räuberbande von Frieda Holzapfel (Jutta Seebrandt) vorgestellt. Und auch wenn sie eigentlich die Bösen sind, so hinreißend tollpatschig und trottelig, wie Thomas Eckhardt und Theatergruppenneuling Christoph Boger ihre Figuren Struwel und Schmatz darstellen, kann man vor ihnen eigentlich gar keine Angst haben.

Sie waren die Lieblinge der Jungs im Publikum. „Die Räuber sind am Besten“, fand auch der sechsjährige Phillip Opalla aus Meldorf. Bei den Mädchen indes stand die Hauptperson auf der Beliebtheitsskala ganz oben. Als Yvonne Lewansky als Xenia im silbernen Kostüm und entsprechend geschminkt auf der Bühne landete, waren die Zuschauerinnen gefangen. „Die hat ja alles Glitzer“, flüsterte die vierjährige Anny Schmidt fasziniert ihrer Freundin Anna Wötzel (5) zu.

Allerdings sind alle noch kommenden Aufführungen schon ausverkauft. „Wir würden gern noch mehr spielen. Aber mit den elf Terminen sind wir wirklich an der Grenzen des Machbaren, weil die Schauspieler fast alle berufstätig sind“, erklärte die Leiterin der Meldorfer Theatergruppe, Sabine Schiewek.

Einen Großteil der Karten haben sich Schulklassen und Gruppen gesichert, die je nach Vorstellung zwischen 50 und 100 Prozent des Publikums bilden. Insgesamt werden mehr als 2000 Zuschauer das Abenteuer von Xenia sehen.
 
Dithmarscher Landeszeitung 29. November 2005 (DI)


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