Emil und die Detektive
Pressespiegel zum Stück


 
 
 
 
 
 
Emil und die Detektive
 
 
  Wer kennt sie nicht: Emil, Pony Hütchen und die Detektive, die sich auf die Jagd nach Herrn Grundeis machen, der Emil während der Bahnfahrt nach Berlin sein Geld geklaut hat. Erich Kästners heiß geliebter Kinderroman wurde immer wieder auf die Leinwand und auf die Bühne gebracht - jetzt auch von den Nachwuchsschauspielern der Meldorfer Theatergruppe, die unter Sabine Drükes Leitung in der Kindertheaterwerkstatt mitmachen.

"Wir sind 'ne coole Bande" heißt es in dem Rap, den die 15 Mitwirkenden
zwischen 7 und 13 Jahren zu Anfang auf die Bühne hinlegen. Als coole Bande haben sie sich tatsächlich bewiesen: Während ihre Altersgenossen sich in der letzten Woche im Freibad abkühlten, probten sie täglich drei, vier Stunden lang, um das selbst geschriebene und inszenierte Stück um einen Emil Tischbein unserer Tage am letzten Tag des Dithmarscher Projekts "Kunstgriff" präsentieren zu können.

Gekommen waren natürlich alle Eltern, Großeltern und Geschwister, aber auch manch einer der "Kollegen" von der Meldorfer Theatergruppe. Sie alle erlebten eine liebevoll erarbeitete Geschichte mit Szenen aus Emils (Lisa Decker) Alltag, die Justus Reisenbüchler mit seiner kräftigen Stimme als Ansager miteinander verband. Die Kinder der Theaterwerkstatt haben Emils Geschichte in unsere Zeit verlegt. Es gibt einen arbeitslosen Vater (Sascha Meyer), der gerade, als er einen Job als Vertreter gefunden hat, nach einem Unfall seinen Führerschein verliert und im Krankenhaus landet. Emil glaubt, in Berlin kann man alles kaufen, auch einen neuen Führerschein, und macht sich mit dem Ersparten auf den Weg. Dann wird es spannend: Herr Grundeis (Jaclin Käding) macht sich mit Emils Geld auf und davon und Pony Hütchen (Maike Busch) und ihre Bande begeben sich mit dem Schlachtruf "Parole Emil" auf die Jagd.

Natürlich sind sie erfolgreich - auch wenn den kleinen Polizisten (Jonas Altenburg und Justus Reisenbüchler) die großen Mützen über die Augen rutschen und wenn der (echte) Hund seine Rolle nicht immer beherrscht. Nach quirligen Jagden quer durch den Ditmarsia-Saal ist es geschafft, der lange gesuchte Hoteldieb Grundeis kann der Polizei übergeben werden und die jungen Schauspieler können den Applaus entgegen nehmen.

"Wir können unsere Kinder hier gut in Obhut geben, da kommt was Gutes bei raus", stellte Carsten Decker für die Eltern fest und überreichte Sabine
Drüke zum Dank einen Blumenstrauß.

von Anneliese Peters
 
Dithmarscher Rundschau vom 28. August 2002 (Mi)


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