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| Erfolg mit absurdem Theater |
| Meldorfer Theatergruppe bietet bei Premiere Glanzleistung |
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Meldorf
- Die Meldorfer Theatergruppe schafft es, selbst absurdes Theater
populär zu machen. Nicht nur einmal, gleich mehrfach gab es Szenenapplaus
bei der Premiere der beiden Kriminalstücke von Tom Stoppard "Der
wahre Kommissar Hound" und "Nach Magritte" in der "Ditmarsia".
Dass von der Bühne Funken ins Publikum überspringen bei
einem sonst angeblich nur Intellektuellen zugänglichen Genre,
dürfte Susan Claussens Regiearbeit zuzuschreiben sein. Sie stellt
die Figuren der Stücke nicht als Kunstfigur auf die Bretter.
Einzig dazu da, literarische Botschaften zu verkünden. Sie rundet
sie vielmehr zu Charakteren mit überaus menschlichen Eigenschaften.
Und durch die Persönlichkeiten der Darsteller in den einzelnen
Rollen gewinnen sie zusätzlich an Profil und Individualität.
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Absurder britischer Humor
in der Ditmarsia |
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Susan Claussen praktiziert aufs Schönste lokales Stadttheater.
Wer kennt Uwe Peters nicht oder Hannelore Altenburg oder Abbi Rauno,
um nur einige der Darsteller zu nennen. Über sie als Medien läuft
der Zugang des Zuschauers zum Bühnengeschehen.
Sie geben dem Publikum den Anstoß, einmal die Perspektive auf
menschliches Miteinander zu ändern. Es auch als absurdes Theater
zu erleben, nicht nur hochstillisiert zur Tragödie oder fröhlich
geplättet als Komödie.
Die Engländer haben es wie sonst kein europäisches Volk
verstanden, alle drei Perspektiven in ihrer Theaterliteratur unter
einen Hut zu bringen.
Stoppards Kriminalkomödie gehören in diese Tradition. Die
Meldorfer Theatergruppe hat sie ebenso feinnervig wie drastisch komisch
adoptiet.
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Profihaftes Engagement der
Meldorfer Schauspieler |
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Man muss sich unbedingt anschauen, wie die beiden mittelmäßigen
Theaterkritiker Moon und Birdboot, dargestelt von Tim Sendel und Uwe
Peters, von den Klappsesseln am Bühnenrand erst abgehoben räsonieren,
um danach, getrieben von ihren ganz persönlichen Gefühlen,
mitten ins Geschehen des Stückes wieder aufzutauchen. Handlung
zu szizzieren, würde im Fall der beiden gezeigten Stück
wenig bringen. Sie leben von Momentaufnahmen und einer Fülle
hinreißender Regieeinfälle. Und selbstverständlich
von dem bereits profihaften Engagement der Laienschauspieler.
Minne Rössler |
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Dithmarscher
Landeszeitung vom 28. März 2000 (Di) |
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