Wahre Kommissare: "Der wahre Kommissar Hound" und "Nach Magritte"
Pressespiegel zum Stück


 
 
 
 
 
 
Premiere für absurde Kriminalstücke
 
 
  Skurrile Krimis. Lauter Neuigkeiten gibt es von der Meldorfer Theatergruppe. Weil alle parallel an mehreren Projekten arbeiten, streiten sich die Akteure schon um die Termine in ihrem Theaterhaus "Ditmarsia". Annelie Anhut bereitet sich auf ihr Stück für Kinder vor, das diesmal ein Musical sein wird: "Urmel aus dem Eis". Und für Erwachsene packen sie jetzt sogar Shakespeare an. "Was ihr wollt" steht auf dem Programmplan. Dafür hat die Gruppe kürzlich an der Hamburger Staatsoper prächtige Kostüme erworben. Nächste Woche ist erst einmal Premiere für zwei absurde Kriminalstücke von Tom Stoppard. Freitag, 24. März um 20 Uhr geht der Vorhang in der "Ditmarsia" auf. Das Stück "Nach Magritte" dreht sich um die tanzbessenen Eheleute Thelma und Reginald Harris und ihre Mutter, die eine leidenschaftliche Tuba-Musikerin ist und ständig in der gemeinsamen Wohnung übt. Skurril wird das Ganze, als die drei von einer René-Magritte-Ausstellung in der Tate Gallery heimkehren. Mit der Ankunft von Kommissar Watson und Polizeiwachtmeister Holms, die eine mysteriösen Fall zu lösen haben, ist das Chaos perfekt. Als "Persiflage aufs Provinztheater" bezeichnet Uwe Peters, Leiter der Meldorfer Theatergruppe, das zweite Stück "Der wahre Kommissar Hound". Die beiden mittelmäßigen Theaterkritiker Moon und Birdboot beobachten ein mittelmäßiges Kriminalstück und werden allmählich ins Geschehen auf der Bühne einbezogen. Was ist Leben, was ist Theater? "Sie machen das Ganze zu einer Farce", ruft Moon seinem Kollegen zu. Mehr und mehr verschwimmt dabei die Grenze zwischen Sein und Schein.

Birger Bahlo
 
Dithmarscher Rundschau vom 16. März 2000 (Di)


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