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| Turbolente Ballade um dusselige Räuberbande |
| Meldorfer Theatergruppe präsentiert "Bill Bo und
seine Bande" |
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Meldorf
(ria) "Es ist immer wieder ein Abenteuer",
sagt Uwe Peters über die Inszenierungen der Meldorfer Theatergruppe.
Jüngstes "Kind" ist die Aufführung "Bill
Bo und seine Bande", mit der die Theatergruppe in dieser Adventszeit
die Kinder erfreuen möchte.
"Ein Abenteuer" ist auch die Geschichte von Räuberhauptmann
Bill Bo und seinen Kumpanen, die sich in insgesamt sieben Vorstellungen
auf der Bühne des Kulturzentrums Ditmarsia abspielt. Als Regisseurinnen
feiern Gisela Köhler und Sabine Schiewek mit diesem aktionsreichen
Kinderstück ihr Erstlingswerk. Fernsehbekannt durch die Augsburger
Puppenkiste, wird Josef Göhlens Geschichte von "Bill Bo"
in der Theaterfassung zu einer turbolenten Ballade um dusselige Räuber,
um die Eroberung der Burg Dingelstein, um mutige Eichhörnchen
und Reiher und um eine kluge Grafentocher, die die Räuberbande
in die Flucht schlägt.
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Kreishandwerkerschaft half
beim Bühnenbild |
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Lautstark und heftig aber auch fröhlich, witzig
und vor allem spannend geht es in dieser Weihnachtsaufführung
zu, in der Jens Utermark, Thomas Refisch, Bernd Tiessen und Heino
Buberl als Räuberbande die Kinder erschrecken. Denn sie sind
viel zu dumm, um bei ihren Eroberungsversuchen erfolgreich zu sein.
Hoch über dem Geschehen auf der Bühne erhebt sich eine mächtige
Burg, die mit Hilfe der Kreishandwerkerschaft entstand. Burgherr ist
der Graf von Dingelstein, in dessen Gewand Abbi Rauno schlüpft,
und der in seiner mutigen Tocher Ding-Ding (Cynthia Backenhaus) eine
Retterin in der Not findet.
Weniger helfen kann Grafen dessen Haushälterin Augusta, die von
Gisela Köhler verkörpert wird. Aber sie kann den Kindern
im Zuschauerraum helfen, sich bei all den Bösewichten zu entspannen.
Fällt sie doch mindestens ein Dutzend Mal auf köstliche
Art und Weise in Ohnmacht, wenn sie nur den Namen "Bill Bo"
hört.
"Tierisch stark" sind in den Kinderaugen auch der Reiher
"Wally" und das Eichhörnchen Willi, die von Jutta Seebrandt
und Gesche Utermark gespielt werden. Dummheit und Trotteligkeit in
diesem Stück tragen nicht nur Räubernamen, sondern auch
den eines Oberst. Josef Wodarz hat sich dessen Uniform angezogen.
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Weiteres "Erstlingswerk"
von Sabine Schiewek |
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In der Rolle des Bürgermeisters von Allheim präsentiert
sich Norbert Kessler als schwarzberockte Autoritätsperson. Um
ihr schönes Gasthaus "Zum friedlichen Esel" bangt dabei
die Wirtin (Aspasia Pohlmeyer). Hinter der Bühne wirken Barbara
Liebig, Louise Meers, Uwe Peters, Tim Sendel, Ingird Suhr und Alexander
Zey an dieser Produktion mit.
Von der Bühne aus gingen vor der Premiere herzliche Grüße
ins Heider Westküstenklinikum, wo Regisseurin Sabine Schiewek
nach den Worten von Uwe Peters ein weiteres "Erstlingswerk"
zustande gebracht hat: einen kleinen Sohn, der noch zwei Tage vor
seiner Geburt mit Mama in der "Ditmarisa" gefiebert und
gezittert hatte. |
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Ditmarscher Landeszeitung
vom 06. Dezember 1999 (Mo), Seite 5 |
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